1 Jahr MyNabaztag.De - Unser neues Gewinnspiel 10.11 - 10.12.2008 Mir:ror - ein erster Bericht !
Dez 08

Tikitag vs. Mirror
Von Jakob Vicari
Hier wie versprochen meine ersten Testergebnisse des Tikitag-Readers im Vergleich zum Mirror. Beide Reader kosten ungefähr gleich viel, wenn man die unterschiedliche Zahl der mitgelieferten Etiketten vergleicht. Beide benutzen die selbe Technologie.
An Tikitag und Mirror zeigt sich, wie man die selbe Idee ganz anders umsetzen kann. Man nehme einen RFID-Leser für jedermann und RFID-Etiketten.

Eine andere Herangehensweise
Schon die Herangehensweise ist anders. Violet geht von Objekten aus, denen man schöne Namen gibt und eine Anwendung zurodnet. Tikitag geht von Anwendungen aus, denen man die Tags zuordnet. Violets Ansatz gefällt mir besser.

Die beiden RFID-Leser
Mirror und Tikitag-Reader sind die beiden RFID-Leser, die per USB an den Computer angeschlossen werden. Die Installation des Tikitag war etwas umständlicher, als die des Mirrors. Denn der Tikitag-Reader wollte erstmal nicht. Er macht keine Geräusche und Farbenspiele wie der Mirror. Das kann in einem Büro mit mehreren Leuten ja sehr angenehm sein. Ich bin unentschieden, was ich besser finde. Allgemein ist die Erkennungsschwelle des Tikitag-Readers geringer. Man muss die Tags viel mehr hin und herschieben. Hier ist der Mirror deutlich flinker.

Die Etiketten
Mirror erkennt Ztamps und Tikitags. Der Tikitag-Reader erkennt nur die eigenen Tikitags. Ztamps und die nano:ztag-Hasen von Violet ignoriert er. Also: Ein Pluspunkt für den Mirror.
Tikitags sind deutlich billiger als Ztamps. Sie sind etwas flacher. Aber sie kommen auch in einem lieblosen Plastikbeutelchen. Ztamps sind schöner. Aber der Preis macht Tikitags auch für Mirror- und Hasen-Freunde attraktiv. Unter dem Namen keinZtamp findet ihr einen Tikitag der als Ztamp-Ersatz arbeitet.
Übrigens: Tikitags tragen einen aufgedruckten Code aus zwölf Zeichen. Dadurch kann auch jemand ohne Leser den Tikitag benutzen: Indem er den Code auf der Webseite eingibt. Dafür muss man allerdings auf die Schönheit der Ztamps zu verzichten. Also: Ein kleiner Pluspunkt für Tikitag für die schöne Idee.

Die Programmierung
Die Steuerung des Tikitag-Readers folgt nicht verschiedenen Objekten. Sie ist auch nicht so sinnlich wie beim Mirror.
Jeder Tikitag kann nur einer Applikation zugeordnet werden. Das ist etwas mager. Während mein Ztamp auf der Kaffeetasse die Schlücke zählt und twittert, muss man sich bei Tikitag entscheiden: Entweder oder. Ein deutlicher Pluspunkt für Mirror, ein deutliches Minus für Tikitag.

Die Applikationen
Der Tikitag reagiert schneller. Kaum ist der Tag erkannt, schon ist Spiegel Online geladen. Beim Mirror hakt das. Hat Tikitag schnellere Server? In punkto Schnelligkeit ein Pluspunkt für den Tikitag. Und auch das er ruhig(!) reagiert finde ich sehr angenehm.
Gut gefallen hat mir das Webwheel. Man gibt eine Liste mit Websites ein: Etwa Spiegel, Süddeutsche und Heise. Bei jeder Erkennung des Tags wird die nächste Seite der Liste aufgerufen. Das ist unheimlich praktisch, das will ich nicht missen.
Die von mir so innig geliebte Twitter-App (www.twitter.com/vicaris_dinge) fehlt beim Tikitag. Unverzeihlich!

Die Kommunikation
Tikitag verzichtet vollkommen auf Sprachausgabe. Die Kommunikation erfolgt über Growl-Nachrichten. Gar nicht schlecht, so sehr ich die Computerstimme Otto mag. Warum hat der Mirror keine Growl-Unterstützung?

Die Software
Die Software beider Systeme ist noch im Beta-Stadium. Daher ist ein vergleich wohl etwas früh.

Ein erstes Fazit
Mit dem Tikitag arbeitet es sich deutlich kühler. Er hat eine höhere Einstiegsschwelle. Die Applikationen funktionieren nicht so intuitiv wie beim Mirror. Allerdings ist er auch angenehm zurückhaltend. Der Tikitag-Reader erkennt Tags auch ohne große Licht- und Sound-Effekte. Das ist für die Alltagsarbeit doch angenehm. Ärgerlich, dass er nur eigene Tikitags erkennt und keine Ztamps. Und dass die soziale Komponente (noch?) völlig fehlt.
Was wollt ihr noch wissen?


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