Dez 08

Hallo Nabaznauten,

der Mir:ror hat den Dienst nach einigen Neustarts wieder aufgenommen und er tut nun brav alles, somit kommt der 1. Bericht smile

Fangen wir mal mit dem Packungsinhalt an:

Geliefert wieder der Mirror in einem schönen Karton.
Gleich oben auf liegt eine ausführliche DEUTSCHE und Englische Betriebsanleitung. Wer mal einen Nabaztag gekauft hat weis das dies bei Violet nicht selbstverständlich ist !
Die Mirware, eine Software die auf dem PC installiert wird (PC oder Mac - auch Vista komatibel) lädt man sich direkt von Violet runter, deshalb liegt keine CD bei.
In der Packung liegen 2 Nanotags (süß) und 3 Ztamps (praktisch) bei.
Das war es auch schon Augenzwinkern

Los gehts:
Software installieren, Mirror an den USB Port und registrieren bei Violet. Geht ganz flott. Der Mirrror wird mit dem evtl. vorhandenen Konto verknüpfte und steht dann unter “Dinge” bereit. Einstellen kann man groß nix, ausser ein Bild dazu fügen, und eine Mailadresse dafür anlegen.

Jetzt geht der Spaß los.
Einen Nanotag oder Ztamp drauf (oder auch 2 gleichzeitig, ist kein Problem) und schon tönt aus dem Lautsprecher “Hallo Manuel (ja er kennt euren Namen vom Profil) diesem Objekt ist noch keine Applikation verknüpt” er öffnet den Browser und ihr könnt euch eine Aplikation wählen.

Ich hab mal auf den einen Nanotag das Wetter programmiert. Auf dem Anderen lass ich mir den PC sperren.
Es gibt unbegrenzte Möglichkeiten. Applikationen starten, Webradio laufen lassen, Websiten aufrufen, Voice Mail,…. und und und.

Sobald ich jetzt den grünen Nano Tag auf den PC stelle tönt er laut “Wetter. Morgen Regen…..” so wie der Nabaztag es auch macht.
Kommt der graue drauf wird der PC gesperrt.

Der Mirror hat im Ring eine LED eingebaut der auch die Farben wechselt, ähnlich dem Nabaztag. Im Standby blinkt er Violet wie der Nabaztag. Legt man nen Ztamp drauf leuchtet er grün, piept einmal kurz (ja er hat nen eigenen kleinen Qäuker aber nur zum pipen nicht zur Soundausgabe !) und führt das aus was ihr wollt.

Jeder Ztamp / Nanotag hat auch ein kleines Postfach in dem ihr vor allem Voicemails hinterlegen könnt (so wie die Ztamped Books) , somit kann man jedem Objekt Nachrichten hinterlassen.

Was ich etwas schade finde das ich nicht wählen kann welche Nanotag-Farben ich bekomme, sondern diese zufällig dem Pack beiligen, aber vielleicht kann man die Nanos bald so kaufen.
Die Nanos sind wirklich putzig, richtig schwer und die Öhrchen lassen sich drehen.
Die Ztamps sind aus dickem Karton, sollten aber haltbar sein.

Fremde RFIDs egal welcher art lehnt der Mirror aber ab.
Ich habe alles Probiert. ePass, Firmentransponder, Pasmo und Suica der Tokyo Metro, Garagentransponder. Nix wollte tun. Wer weis welchen Standart man genau braucht ? Vielleicht geht ja irgendwas, aber eben nur spezielle Sachen….

Alles in allem ist er für 45 Euro durchaus ein schönes Stück Technik Augenzwinkern

Renton

Hier geht zum Originalen Beitrag

Dez 08

Tikitag vs. Mirror
Von Jakob Vicari
Hier wie versprochen meine ersten Testergebnisse des Tikitag-Readers im Vergleich zum Mirror. Beide Reader kosten ungefähr gleich viel, wenn man die unterschiedliche Zahl der mitgelieferten Etiketten vergleicht. Beide benutzen die selbe Technologie.
An Tikitag und Mirror zeigt sich, wie man die selbe Idee ganz anders umsetzen kann. Man nehme einen RFID-Leser für jedermann und RFID-Etiketten.

Eine andere Herangehensweise
Schon die Herangehensweise ist anders. Violet geht von Objekten aus, denen man schöne Namen gibt und eine Anwendung zurodnet. Tikitag geht von Anwendungen aus, denen man die Tags zuordnet. Violets Ansatz gefällt mir besser.

Die beiden RFID-Leser
Mirror und Tikitag-Reader sind die beiden RFID-Leser, die per USB an den Computer angeschlossen werden. Die Installation des Tikitag war etwas umständlicher, als die des Mirrors. Denn der Tikitag-Reader wollte erstmal nicht. Er macht keine Geräusche und Farbenspiele wie der Mirror. Das kann in einem Büro mit mehreren Leuten ja sehr angenehm sein. Ich bin unentschieden, was ich besser finde. Allgemein ist die Erkennungsschwelle des Tikitag-Readers geringer. Man muss die Tags viel mehr hin und herschieben. Hier ist der Mirror deutlich flinker.

Die Etiketten
Mirror erkennt Ztamps und Tikitags. Der Tikitag-Reader erkennt nur die eigenen Tikitags. Ztamps und die nano:ztag-Hasen von Violet ignoriert er. Also: Ein Pluspunkt für den Mirror.
Tikitags sind deutlich billiger als Ztamps. Sie sind etwas flacher. Aber sie kommen auch in einem lieblosen Plastikbeutelchen. Ztamps sind schöner. Aber der Preis macht Tikitags auch für Mirror- und Hasen-Freunde attraktiv. Unter dem Namen keinZtamp findet ihr einen Tikitag der als Ztamp-Ersatz arbeitet.
Übrigens: Tikitags tragen einen aufgedruckten Code aus zwölf Zeichen. Dadurch kann auch jemand ohne Leser den Tikitag benutzen: Indem er den Code auf der Webseite eingibt. Dafür muss man allerdings auf die Schönheit der Ztamps zu verzichten. Also: Ein kleiner Pluspunkt für Tikitag für die schöne Idee.

Die Programmierung
Die Steuerung des Tikitag-Readers folgt nicht verschiedenen Objekten. Sie ist auch nicht so sinnlich wie beim Mirror.
Jeder Tikitag kann nur einer Applikation zugeordnet werden. Das ist etwas mager. Während mein Ztamp auf der Kaffeetasse die Schlücke zählt und twittert, muss man sich bei Tikitag entscheiden: Entweder oder. Ein deutlicher Pluspunkt für Mirror, ein deutliches Minus für Tikitag.

Die Applikationen
Der Tikitag reagiert schneller. Kaum ist der Tag erkannt, schon ist Spiegel Online geladen. Beim Mirror hakt das. Hat Tikitag schnellere Server? In punkto Schnelligkeit ein Pluspunkt für den Tikitag. Und auch das er ruhig(!) reagiert finde ich sehr angenehm.
Gut gefallen hat mir das Webwheel. Man gibt eine Liste mit Websites ein: Etwa Spiegel, Süddeutsche und Heise. Bei jeder Erkennung des Tags wird die nächste Seite der Liste aufgerufen. Das ist unheimlich praktisch, das will ich nicht missen.
Die von mir so innig geliebte Twitter-App (www.twitter.com/vicaris_dinge) fehlt beim Tikitag. Unverzeihlich!

Die Kommunikation
Tikitag verzichtet vollkommen auf Sprachausgabe. Die Kommunikation erfolgt über Growl-Nachrichten. Gar nicht schlecht, so sehr ich die Computerstimme Otto mag. Warum hat der Mirror keine Growl-Unterstützung?

Die Software
Die Software beider Systeme ist noch im Beta-Stadium. Daher ist ein vergleich wohl etwas früh.

Ein erstes Fazit
Mit dem Tikitag arbeitet es sich deutlich kühler. Er hat eine höhere Einstiegsschwelle. Die Applikationen funktionieren nicht so intuitiv wie beim Mirror. Allerdings ist er auch angenehm zurückhaltend. Der Tikitag-Reader erkennt Tags auch ohne große Licht- und Sound-Effekte. Das ist für die Alltagsarbeit doch angenehm. Ärgerlich, dass er nur eigene Tikitags erkennt und keine Ztamps. Und dass die soziale Komponente (noch?) völlig fehlt.
Was wollt ihr noch wissen?