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Es klingt ein wenig wie eine der absonderlichen, furchteinflößenden Gottheiten, die der albtraumhaften Phantasie des Horrorautors Howard Phillips Lovecraft entsprungen sind: Nabaztag. Doch hinter diesem Namen versteckt sich keine Monstrosität, sondern ein kleines Häschen. Ein WiFi-Häschen. Das putzige Plastik-Kaninchen lässt sich über einen WLAN-Router mit dem Internet verbinden und dient dann nicht nur als tamagochi-artiges Wohndekor, sondern glänzt mit Eigenschaften, die durchaus löblich sind. So kann es zum Beispiel den Wetterbericht vortragen, Lieder abspielen oder auch die aktuellen Artikel der Lieblingswebseite vorlesen, so diese über einen RSS-Feed verfügt. Das “possierliche Tierchen” aus Frankreich kann aber noch mehr.

Hat man seinen Mümmelmann offiziell auf der Homepage registriert – was man muss, damit er funktioniert - und eingestellt, was man von ihm alles erwartet, gibt es fast nichts, was er auf dem Kommunikationssektor nicht kann. So kann zum Beispiel ein Freund eine E-Mail oder SMS an Nabaztag schicken – dieses liest sie dann vor, oder man nutzt die Fähigkeiten des weißen Hasen zur Entspannung, indem man sich von einer Lichtshow oder den Tai Chi-Übungen unterhalten lässt, übrigens auch ohne an den Computer angeschlossen zu sein.

Man kann den kleinen sogar “verpartnern” – mit einem anderen Hasen, versteht sich - zum Beispiel dem der eigenen Freundin, die vielleicht woanders wohnt. Wenn man dann die Löffel seines Karnickels bewegt, tun es die des Partners ebenso.

Die Auflistung ließe sich noch fortsetzen, alle Serviceleistungen sind kostenfrei. Insgesamt allerdings ein lustiges Konzept, das sich die Firma Violet - bisher eher bekannt durch Stimmungslampen und andere innovative Innendekorationen - da hat einfallen lassen.


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